|
|
|
Die keltische 3x3-Folgerichtigkeit (Trinität)
Wichtig: Die Trinitätslehre ist ursprünglich nicht in der Bibel enthalten und aus dieser Sicht keine christliche Lehre!
Was ist Trinität? Vorsicht: Dreieinigkeit wird oft mit Dreiteiligkeit verwechselt. Trinität sei unteilbar: Einheit in der Vielfalt und nicht [Vielfalt in der Einheit (das wäre, als Beispiel, das politische Motto der Europäischen Union)]. Trinität wird auch häufig mit Dualität verwechselt. Zum Verständnis der Trinität ist die Erfassung der Logik von Polarität und Dualität unabdingbare Voraussetzung. Trinität beinhaltet drei sich gegenseitig bedingende Aspekte und ist zu unterscheiden von der Dreiheit in Form der Trias und der Triade.
Die christliche Trinitas-Lehre ist das Ergebnis der Dogmenentwicklung und widerspricht den Aussagen in der Bibel. Einige wenige kirchliche Theologen räumen dies auch ein. Das Dogma von der Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit oder Trinität (das Wort stammt aus dem dritten und die klassische Formulierung der Lehre aus dem vierten Jahrhundert) wurde also nicht auf der Schrift aufgebaut, sondern scheint eine Mixtur von christlichen, heidnischen und philosophischen Elementen zu sein. Trotz dieser seit je allgemein bekannten Tatsache wurde dieses Dogma quasi zum Grundpfeiler der christlichen Lehre und des christlichen Glaubens. Wie konnte so etwas geschehen?
Ganz einfach darum, weil die zu missionierenden Bevölkerungen der keltischen und germanischen Gebiete mit dem Monotheismus der Bibel wenig anzufangen wussten. Zur Anpassung an die keltische und germanische Denkart [Geisteshaltung], die sich durchsetzte, wurde hemmungslos die heilige Schrift abgeändert, indem das berühmte Comma Johanneum eingefügt wird.
Das Comma Johanneum
Original-Texte
1. Joh. 7,8: Da drei die Bezeugenden sind: der Geist und das Wasser und das Blut.
Fälschung
1. Joh. 7,8: Drei sind es, die das Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist und diese drei, sind eins. Und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf der Erde; der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei stimmen überein
Zum Dogma erhoben wurde die Lehre auf den ökomenischen Konzilien von Nicäa (325) und Konstantinopel (381).
Die Art der Fälschung - diese drei sind eins - weist auf den keltischen trinitären Monismus hin, welcher dadurch mit den fremden Gedanken in Übereinstimmung gebracht wurde.
Eine Dreieinigkeit, vielleicht noch fast original keltischen Ursprungs ist überliefert im Buch Scivias - Wisse die Wege, 2. Vision des 2. Teils, von Hildegard von Bingen (1098-1179). Die Visionsgabe der Leiterin der Bendiktiner-Frauenklause Disibodenberg in der Nähe von Mainz, ein Ort, wo sich bereits um 640 der irische Mönch Disibodus auf der keltischen und römischen Kultstätte angesiedelt hatte, wurde im Jahre 1147 von Papst Eugen III. autorisiert. Ein paar Jahrhunderte später wäre sie höchstwahrscheinlich als Hexe verbrannt worden. (nachstehender Text ohne den Bezug zum Christentum im Original):
Es gibt drei Kräfte im Stein, drei in der Flamme und drei im Wort.
Im Stein ist feuchte Grünkraft, greifbare Festigkeit und glänzendes Feuer. Er besitzt aber die feuchte Grünkraft, damit er sich nicht auflöse und auseinanderfalle, die greifbare Festigkeit jedoch, damit er Wohnung und Schutz biete, ferner das glänzende Feuer, damit er sich erwärme und dauerhaft festige.
Die Flamme besteht aus hellem Glanz, purpurfarbener Grünkraft und feuriger Glut. Sie hat aber den hellen Glanz zum Leuchten, die purpurfarbene Grünkraft zum Lebendigsein und die feurige Glut zum Brennen.
Im Wort ist Klang, Kraft und Hauch. Es hat aber den Klang, damit man es hört, die Kraft, damit man es versteht und den Hauch, damit es ans Ziel gelangt.
Wie deshalb im Stein keine feuchte Grünkraft ohne greifbare Festigkeit und glänzendes Feuer, und die greifbare Festigkeit nicht ohne feuchte Grünkraft und glänzendes Feuer, und das glänzende Feuer nicht ohne feuchte Grünkraft und greifbare Festigkeit da ist und wirkt; und wie in der Flamme kein heller Glanz ohne purpurne Grünkraft und feurige Glut, und die purpurne Grünkraft ohne hellen Glanz und feurige Glut, und die feurige Glut ohne hellen Glanz und purpurne Grünkraft nicht da ist und wirkt; und wie im Wort ohne Kraft und Hauch kein Klang, und ohne Klang und Hauch keine Kraft, und ohne Klang und Kraft kein Hauch da ist und wirkt, sondern alle bei ihrem Werk untrennbar zusammenhängen, so bleiben auch diese drei Teile der wahren Dreifaltigkeit untrennbar und werden nicht geschieden.
So wie Hildegard von Bingen hier zu ihren damals offenbar noch monistisch denkenden Zeitgenossen spricht, haben die früheren Druiden vielleicht für die Mystik eine drei mal drei Trinität verwendet.
Siehe auch hier: Das Keltenkreuz, der keltische Ring als Signatur zeigt eindrücklich die 3x3-Logik der Trinität
Diese dreifache Trinität hat in der Mystik, aber immer natur-wissenschaftlich, noch heute uneingeschränkt Richtigkeit.
Gefühl und Glauben und Denken sind im Menschen als verschiedene Ebenen angelegt und bewirken vereint einen persönlichen Zustand der Trinität, die Seele.
Unabhängig von Glauben und Religion wird die Trinität des Menschen von der Natur bezeugt durch:
- Den Drei-Schritt der Entwicklung als biologische Selbststeuerung durch Rückkopplung. Das ist ein Schritt zurück und zwei Schritte vor (Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft).
- Die drei in sich abgeschlossenen Entwicklungsstufen des Denkvermögens mit Stammhirn, Zwischenhirn und Grosshirnrinde (Ahnung-Glauben-Denken).
- Die dreistufige angeborene Denkkategorie, welche bereits für die ersten lebenden Urzellen als Abgrenzung, Durchlässigkeit und Stoffwechsel prinzipielle Gültigkeit hatte. (Erkennen-Unterscheiden-Auswählen).
Trinität bedeutet zeitgleich die Beachtung dieser 3 x 3 Komponenten.
Verbunden mit dem jeweiligen Hintergrund-Wissen geschieht das nach Gewöhnung voll automatisch.
|