Druiden? Druiden waren unfehlbar.
Was sind Druiden? Korrekt sollte gefragt werden: Was waren die Druiden?
Der bisher einzige historisch belegte und namentlich bekannte Druide namens Diviciacus vom keltischen Stamm der Aeduer (Haeduer) erscheint im Werk
De bello gallico von Cäsar und man wüsste gar nicht dass er Druide war, wenn Marcus Tullius Cicero (der Jüngere), der ihn in Rom kennengelernt hatte, dies nicht ausdrücklich in seinem Werk
De diviniatione I,41,90 erwähnt hätte. Weiterlesen ...
keltische Druiden in der Überlieferung.
Die Druiden waren gewissermassen das Zeitdenken [Zeitgeist] der keltischen Gesellschaft und als Druidentum zwingend mit dem Keltentum verbunden. Sie sind für immer verschwunden, nachdem durch die römischen Besetzer damals die Druidenschulen verboten worden sind.
Wer sich heute als Druide/Druidin betitelt, neu-heidnisch oder neo-keltomanisch spielt keine Rolle, hat vermutlich vom Druidentum wenig verstanden. Druidin ist zudem unbekannt, ob es sie je gab weiss niemand. Jene Frauen, welche nach dem Untergang des Druidentums Teile deren Wirkens weitergeführt haben, wurden während dem Niedergang vielleicht als Druidin, Wahrsagerin etc. und später dann als
Hexen bezeichnet. Aus den Druiden selber sind vermutlich mehrheitlich katholische Würdenträger geworden.
Wichtig: Kelten- und Druidentum in Westeuropa entwickelten sich über den Donau-Raum, Aunjetitzer Kultur, Hallstatt, das weisse Gold (Salzburg) und den heute deutschsprachigen Raum (Österreich, Bayern, Süddeutschland, Deutschschweiz).
Seit der Niederlage bei Alesia im Jahre 52 v.Chr. gegen die Römer ist die Geschichte der Druiden - und damit auch der Kelten - definitiv zu Ende.
Erhalten hat sich aber die » Trinität im Christentum und das kulturelle Erfolgsrezept:
Einheit in der Vielfalt [nicht Vielfalt in der Einheit wie die europäische Union!].
Beides kann auch aus der druidisch-keltischen Geschichte abgeleitet werden.
Kelten ist eine Sammelbezeichnung für die Völker keltischer Sprache, einer Untergruppe der indo-europäischen Sprachfamilie, die im 1. Jahrtausend v.Chr. weite Teile Europas besiedelten. In römischer Zeit erstreckte sich ihr Siedlungsraum von der Iberischen Halbinsel, Frankreich und den Britischen Inseln im Westen über Mittel- bis nach Südosteuropa und Kleinasien. Mit dem Sammelbegriff Kelten werden die verschiedenen keltischen Stammes-Kulturen bezeichnet, die jeweils vor Ort entstanden sind, das heisst auch, es existierte keine gemeinsame keltische Sprache. Der Kelte im Bergwerk bei Salzburg sprach mit hoher Wahrscheinlichkeit eine andere Sprache wie der keltische Fischer am Atlantik.
Das zentrale und verbindende Element einer druidisch-keltischen Denkart ist ein konsequenter
Monismus [keine Metaphysik wie Götter und dergleichen] und die gelebte
Todlosigkeit der Seele durch deren Auferstehung in einer von der lebenden Person aus gesehen neuen, anderen Welt. Es ist, bezogen auf die zentrale Lehre der damaligen Druiden, völlig überflüssig und unsinnig, Neo-Keltomanie zu betreiben. Das lenkt bloss vom überlieferten Inhalt ab, der Vorstellung von einer Unvergänglichkeit der Welt und der Seele.
Mit der Niederlage der Kelten bei Alesia und dem nachfolgenden Verbot ihrer Schulen endet das keltische Druidentum. Auf den Konzilen im Jahre 325 und 381 wurde die Trinitätslehre im Christentum verankert. Die Heilige Schrift wurde mit dem Comma Johaneum gefälscht.
Die Entwicklungen in Irland und England haben nur am Rande mit Druiden- und Keltentum zu tun. Irland war vermutlich vor allem ein Zufluchtsort für viele Druiden nach ihrem Lehr-Verbot auf dem Festland. Die neuzeitliche Esoterik, basierend auf die späteren irischen Epen und auf angebliche Druiden ist frei erfunden bzw. gehört zur Geschichte der britischen Inseln. Als Patrik in Irland auftaucht, war die Geschichte bereits gelaufen. Die irischen Wandermönche hatten dann aber noch massgeblich Anteil bei der Christianisierung Westeuropas.
Da von den Kelten selbst keine schriftlichen Zeugnisse überliefert sind, ist man bei den Druiden auf die
Überlieferungen griechischer und römischer Schriftsteller beschränkt. Die frühesten Berichte über die Kelten finden sich bei den griechischen Historiographen Hekataios von Milet und Herodot im 6./5. Jahrhundert v.Chr.; weitere wichtige Quellen zu Geschichte und Kultur der Kelten sind Pytheas und Polybios, Livius, Caesar und Strabo. In den griechischen Quellen erscheinen die Kelten unter der Bezeichnung Keltoi oder Galatoi, in den römischen unter der Bezeichnung Celtae oder Galli.